• Montag, 6. April 2020

    Kultur & Event

    KREATIVES OSTERFEST TROTZ CORONA IM KUNSTHAUS GÜSTROW

    Liebe Freunde des Kunsthauses,
    liebe Teilnehmer,

    bereits drei Wochen ist das Kunsthaus für den Kursbetrieb nun geschlossen, jetzt beginnen die Osterferien. Normalerweise gäbe es dann immer unser Ferienangebot Allerlei Ei, wo sich Groß und Klein zum Eier bemalen, Eier batiken, Filzen, Osterkarten drucken und noch Vielem mehr treffen würden. In diesem Jahr ist es anders. Das bedeutet nicht, dass wir nicht da sind und nicht Schönes entstehen kann. So kann man derzeit bei einem Spaziergang vorbei am Kunsthaus eine kleine Ausstellung von Linoldrucken in unseren Fensterfronten sehen. Für die nächste Woche wollen wir Ähnliches tun, brauchen aber eure und Ihre Hilfe:

    Wir suchen geflügelte Worte als Ostergruß in LockdownZeiten, die wir auf Postkarten drucken und für Sie und euch zum Mitnehmen und Verschicken am Kunsthaus aushängen oder in den Flyerkasten legen.

    Ebenso freuen wir uns, wenn uns nicht nur die Teilnehmer der Textilwerkstatt Stoffwimpel in ca. A4 Größe mit Ostermotiven in den Briefkasten stecken. Beispiele findet ihr, finden Sie auf unserer homepage. Wir werden diese Wimpel verknüpfen und so einen gemeinsamen, langen Ostergruß aus Stoff am Kunsthaus aufhängen.

    Und nicht nur für die Kinder der Holzwerkstatt bereiten wir gerade eine Konstruktion vor, dass aus Holz gebaute Osterlämmchen, Hasen, Eier ...
    auch einen Platz am Haus finden. (Bitte Gebautes entweder in den Briefkasten oder an die Tür hängen.)

    Wir laden alle ein, mitzumachen, ebenso in die Baustraße zu spazieren und zu schauen und freuen uns natürlich wie immer über Feedback und Ideen.

    Wir hoffen sehr, dass sich diese Ausnahmesituation nicht mehr lange hinziehen wird und suchen bereits im Team nach Lösungen, dass die ausgefallenenden Kursstunden nicht einfach verfallen. Vielleicht wird das Kunsthaus nach Corona ein ganzes Wochenende seine Werkstätten für alle öffnen, vielleicht werden aber auch einzelne Kurse in Extra Workshops nachgeholt.

    In jedem Fall werden wir auch in den Sommerferien in der ersten und letzten Ferienwoche Angebote haben, die Infos dazu folgen sehr bald.

    Nun aber wünschen wir allen eine gute Osterzeit und freuen uns auf österliche Post aus Stoff oder Holz oder geflügelte Worte per Email.


    Herzliche Grüße!
    Bettina Korn
    Kinder-Jugend-Kunsthaus Güstrow e.V.

  • Dienstag, 24. März 2020

    Stadt & Land

    Darf Güstrow feiern?

    Die Vorbereitungen für das Stadtfest waren schon in vollem Gang. Ob Bands oder Caterer, die Verträge sind alle schon versendet, erzählt Renaldo Nitzschke von pro show eventtechnik, der Agentur, die auch in diesem Jahr für das Stadtfest in Güstrow verantwortlich zeichnet. „Wir mussten jetzt die Vorbereitungen für das Stadtfest komplett einstellen und haben dies der Stadt auch so mit geteilt. Keiner hat ein Ohr dafür, auch wenn das Fest erst Mitte Juni stattfinden soll. Von den Catering Firmen hören wir, dass eigentlich alle davon ausgehen, dass bis Juli keine derartigen Feste stattfinden werden. Erst dann rechnet man in der Branche mit einer Normalisierung. So werden natürlich auch keine Verträge unterzeichnet. Immerhin hat das Güstrower Stadtfest einen Gästedurchlauf von ca. 30.000 Menschen, was in der derzeitigen Situation undenkbar ist“, so sein Resümee. Sollte sich die Gesamtlage doch noch ändern, würde alles sehr schnell gehen können und die Vorbereitungen sofort wieder in Angriff genommen werden. Die ursprünglich geplanten großen Künstler sind erst einmal reserviert.

    Das größte Problem sieht Renaldo Nitzschke allerdings in der finanziellen Absicherung des Stadtfestes. „Wir sind auf Sponsoren angewiesen, um ein attraktives Kulturprogramm bieten zu können. Die Kosten in der Branche sind in den letzten Jahren um 100 Prozent gestiegen. Eine Güstrower Band, die noch vor ein paar Jahren für 800 Euro aufgetreten wäre, verlangt heute schon das Doppelte. Aber welches Unternehmen kann heute eine Zusicherung machen, dass es Geld zur Verfügung stellt. Wir sitzen doch alle im selben Boot und sind froh, wenn wir die Krise heil überstehen“, erklärt er.

    Als Pächter es Klubhauses am Inselsee trifft die Corona-Krise Familie Nitzschke gleich zweifach. Die Veranstaltungsagentur steht still und die Mitarbeiter sind auf Kurzarbeit. Inzwischen hat auch das Klubhaus geschlossen. „Wenigstens haben wir genug zu essen“, schmunzelt Renaldo Nitzschke.

    Vielleicht wird es in Güstrow ja ein Fest „Danach“ geben. Jetzt kam aber erst einmal, ein Stunde nach unserem Gespräch, die nächste Absage: das Parchimer Stadtfest wurde abgesagt.

  • Dienstag, 24. März 2020 von Frauke Naumann

    Stadt & Land

    Mein Corona-Tagebuch

    Langweile kenne ich Gott sei Dank nicht. Auch das Wetter meint es in dieser schweren Zeit ganz gut mit uns. Die Sonne hilft ein wenig über die trüben Gedanken hinweg. Ins Grübeln kommen wir aber alle in diesen Tagen. Mir hilft Gartenarbeit dabei, ein wenig abzuschalten und die Gedanken fließen zu lassen. So dachte ich gestern beim Unkraut zupfen darüber nach, wie sich die Welt doch verändert hat. Ich bin mit vier Geschwistern aufgewachsen. Die Rollen meiner Eltern waren klassisch verteilt. Während meine Mutter als Hausfrau ihrem Mann den Rücken freihielt, verdiente er als Ingenieur für damalige Verhältnisse ganz gut. Wir hatten ein Haus, ein Auto und fuhren auch in den Urlaub (zwar nicht in teure Hotels, aber mit Zelt und Schlauchboot). Wir Kinder wurden dazu angeregt uns Hobbys zu suchen. Waren im Sportverein und besuchten die Musikschule. Dies alles konnten sie uns bieten, ohne Unterstützung. Großeltern mit Geld waren nicht vorhanden. Ich will nicht sagen, dass es meinen Eltern immer leicht gefallen ist. Die Mark wurde auch schon mal zwei, drei Mal umgedreht, bevor sie ausgegeben wurde. Aber wäre das alles heute noch möglich? Könnte ein Verdiener einen siebenköpfigen Haushalt noch ernähren? Ich glaube nicht. In meinem gesamten Freundeskreis treffe ich auf keine Familie, in der es möglich wäre. Kinder sind sowieso längst ein Luxus geworden. Von Generation zu Generation war es immer das Bestreben der Eltern gewesen, dass es ihre Kinder eines Tages einmal besser haben werden. Die Kinder sorgenfreier und sicherer leben können. Können wir das heute noch versprechen? Und ganz aktuell geht in vielen Familien - neben der Angst um die Gesundheit - die Existenzangst um. Was kommt nach Corona?

    Ich gehe jetzt wieder in den Garten und versuche meine Gedanken in positive Richtungen zu lenken.

    Frauke Naumann

  • Donnerstag, 19. März 2020

    Stadt & Land

    Seehotel Krakow am See

    Liebe Gäste,

    wir haben uns, auf Grund der Verordnungen und Empfehlungen der Landesregierung Mecklenburg- Vorpommern über die Maßnahmen zur Bekämpfung und Ausbreitung des Corvid 19 Virus, entschlossen bis auf weiteres geschlossen zu bleiben.

    Bei Anfragen stehen wir Ihnen gern unter info[at]fggkrakow.de oder unter 038457-519997 zur Verfügung.

    Wir wünschen Ihnen alles Gute - bleiben Sie gesund!

    Das gesamte Team vom
    Seehotel Krakow am See

  • Donnerstag, 19. März 2020 von Frauke Naumann

    Stadt & Land

    Tag zwei

    Bitte laut klopfen steht auch an der Tür der inselliebe in der Domstraße. Während gestern noch Kunden dieses Angebot nutzten, ist es am Tag zwei noch stiller geworden. „Ich habe unsere Osterkarten extra vor die Tür gestellt, damit die Kunden sie sich dort in Ruhe ohne Angst vor menschlichem Kontakt anschauen können. Wir beobachten aber, dass die meisten sich scheuen, sie anzufassen“, so Katharina Kaden, Inhaberin des beliebten Geschäftes. „Güstrow ist klein. In einer Großstadt wäre das Kaufverhalten sicher anders“, schätzt sie ein. Auch für Katharina Kaden und ihr Team kam alles plötzlich. „Gestern verfiel ich regelrecht in eine Schockstarre. Es ist alles so unfassbar. Von heute auf morgen ist nichts mehr wie es einmal war.“ In dem gemütlichen Laden, in dem sonst immer Trubel herrscht, trinken wir ungestört Tee und tauschen uns aus. Dem Geschäftigsein, immer in Bewegung folgt nun Ruhe. Allerdings eine aufgezwungene und nicht wirklich tiefgehende. „Die Emotionen zu verarbeiten ist anstrengender als zu arbeiten. Ich fühle mich müde und erschöpft. Mehr als nach einem arbeitsreichen Tag“, sagt sie.

    Eine Frage beschäftigt uns wohl alle: wie lange wird es so sein. Und, wie wird es sein, wenn das normale Leben wieder beginnen kann? „Nach dem Schock kommt eine Zeit der Besinnung. Corona ist so einschneidend in unserem Leben, dass ich glaube es wird sich nach der Krise etwas verändern. Ich hoffe, wir besinnen uns. Wir achten wieder mehr auf regionale Produkte und auf das Wesentliche. Weniger wird mehr sein. Auch die inselliebe wird sich verändern. Dann hätte alles wenigstens einen Sinn gehabt“, hofft Katharina Kaden. Viele Gespräche, die ich in diesen Tagen mit Unternehmerinnen und Unternehmern geführt habe, laufen immer wieder darauf hinaus. Raus geschleudert aus dem täglichen Hamsterrad beginnen viele sich zu hinterfragen, soll es so weitergehen und was wird sich verändern?

    Bei allen Versuchen positiv zu denken, schleicht sich aber doch die Angst ein. Existenzangst. Noch ist vieles zu regeln und zu klären. So werden Lieferungen storniert, Steuerstundungen beantragt und vieles mehr. „Die Schließung der Geschäfte zieht noch einen Rattenschwanz hinter sich her. Zum Beispiel unsere Lieferanten, die nachhaltige Mode produzieren, werden als nächstes in Schwierigkeiten kommen und ihre Produktion drosseln müssen oder gar einstellen. Die Folgen dieser Krise sind noch lange nicht absehbar“, ist sie überzeugt.

    Das Potential, das Güstrow mit seinen kleinen Unternehmen zu bieten hat, ist groß. Die Menschen die dahinter stehen, versuchen ihre Zuversicht nicht zu verlieren. Darüber sind wir uns einig. Schade nur, dass aus dem Rathaus kein Signal kommt. Wie wohltuend wäre es doch, wenn jetzt die Lenker und Leiter dieser schönen Stadt, den vielen Betroffenen Mut zusprechen würden.

    Frauke Naumann

  • Donnerstag, 19. März 2020 von Frauke Naumann

    Stadt & Land

    ANFRAGE AN DEN BÜRGERMEISTER ARNE SCHLUDT:

    Guten Tag Herr Schuldt,

    auf Grund der derzeitigen Situation stehen viele kleine Unternehmen der Stadt kurz vor der Insolvenz. Gibt es von Seiten der Stadt Pläne zum Beispiel die Gewerbesteuer zu stunden oder bei der Zahlung von Gewerbemieten zu unterstützen?

    Welche Initiativen sind von städtischer Seite geplant?

    Ich freue mich auf eine Rückmeldung von Ihnen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Frauke Naumann
     
     
     
    Sehr geehrte Frau Naumann,

    Stundungsanträge können jederzeit gestellt werden und sind einer Einzelfallprüfung zu unterziehen. Gewerbesteuer fällt nur an, wenn die Betriebe ein positives Ergebnis erwirtschaften. Ein eigenes „Wirtschaftsförderungsprogramm“ neben den geplanten Unterstützungen von Bund und Land ist nicht geplant. Der Schwerpunkt der Stadt zur jetzigen Krisenzeit ist das Bemühen, das öffentliche Leben aufrecht zu erhalten. Ein Schwerpunkt ist die Notfallbetreuung in den Kindertagesstätten. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Sicherstellung der Versorgung und Entsorgung über die Stadtwerke. Hier werden Netzwerke mit gleichgelagerten Unternehmungen geknüpft. Zur Absicherung der Arbeitsfähigkeit der Stadtverwaltung gibt es Festlegungen des Bürgermeisters in drei sogenannten Mitarbeiterbriefen. Ein Thema ist z. B. die verstärkte Einführung von Heimarbeitsplätzen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Arne Schuldt

LESERBRIEF zum Offenen Brief vom 15. Januar 2019

Angeregt durch den Offenen Brief in der thema: Ausgabe vom  Februar 2019  möchte ich mich gern einmal zum Thema Bürgeranliegen/ Eingaben äußern:

Jeder kennt den Ausspruch: Von der Wiege bis zur Bahre, Formulare, Formulare. Und macht damit täglich Erfahrungen. So auch beim Thema Eingaben. 

Jusos im Landkreis mit neuem Vorstand

Auf der Kreisvollversammlung der Jusos im Landkreis Rostock, der Jugendorganisation der SPD, wurde am vergangenen Dienstag ein neuer Vorstand gewählt. Bei der Wahl zum Kreisvorsitz konnte sich der 19-jährige Güstrower Paul Kruse durchsetzen...

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